Eine Reise in den Norden Balis

Vom Süden in den Norden, von Jimbaran nach Singaraja. Unser Auslandssemester ermöglichte es uns, eine Zeit voller fantastischer Erlebnisse zu haben.

Von Vulkane bis hin zum schwarzen Strand. Auf dieser Route begegneten uns große Wasserfälle und wir kamen an Erdbeerplantage vorbei bevor wir nach Singaraja fuhren, wo wir Balis zweitgrößte Stadt kennenlernten.

Unsere Tour in den Norden

Am Donnerstagabend überlegen wir wohin wir am Freitag fahren, was wir sehen wollen und was auf keinen Fall auf dieser Tour fehlen darf. So entkommen wir bereits um halb sechs dem Bett und frühstückten bei Sonnenaufgang. Mit dem Rucksack auf dem Rücken ging es dann per Roller Richtung Sunset Road.
Wenn wir zur Universität Udayana fahren, sind die Straßen meist schon gut gefüllt. Nicht so an diesem Morgen. Es ist erstaunlich was eine Stunde früher ausmacht.

 Auf der Sunset Road geht es dann schnell Richtung Mengwi.
Hier verlassen wir endgültig die städtische Umgebung. Die Straße, die den Nahmen Jalan Raya Denpasar trägt, führt uns zu aller erst an Reisfeldern vorbei. Verheißungsvoll fahren wir weiter, erstaunt von diesem plötzlichen Auftauchen. Durch die nächste Ortschaft müssen wir eine Umgehung fahren. An die vielen Tempel werden wir uns hoffentlich nicht so schnell gewöhnen. Über 22000, von großen bis kleinen Haustempeln, gibt es auf Bali. Weiter geht es in die Berge, konstant fahren wir von Dorf zu Dorf. Wir spüren schnell, dass nicht all zu viel Tourismus hier verkehrt.

Nach ungefähr eineinhalb Stunden sind wir schon sehr weit gekommen und entscheiden uns deshalb, kurz vor dem ersten Grat, für eine Rast. Es ist jetzt ca. halb Zehn und die Sonne scheint klar am Himmel. Dennoch haben wir über unserer T-Shirts eine Weste anziehen müssen, der Fahrtwind ist dann doch zu kalt. Bei einer Portion Nasi Campur erkennen wir die Vielzahl an Reisterrassen die sich an den Hügeln und Bergen erstrecken. Und wir bestaunen den überwältigenden Mount Agung und entscheiden uns für eine baldige Ersteigung dessen.http://ausland-semester.com/3585/

Kurz nach dem wir weitergefahren sind, überqueren wir auch schon den Grat und gelangen auf die andere Seite des Bergkammes.
Dieser Übergang von einer Seite der Insel zu anderen ist hier deutlich spürbar. Nach wenigen Kurven sehen wir zur unserer rechten Seite die Erdbeerplantage. Gleich nach weiteren Kurven fahren wir schon direkt an einem großen traditionellen Markt vorbei. Auch hier entscheiden wir uns halt zu machen, denn unser Auge ist auf etwas doch schon sonderbares gefallen: ein Blumenladen voll mit Gestecken und Sträußen. Nachdem wir auch von hier erstaunt weiterfahren, halten wir auch schon direkt auf den Danau Beratan zu. Dieser See gehört zu den drei Seen die zusammen den Krater eines Millionenalten Vulkanes füllen. Die Straße führt durch diesen riesigen Krater in dessen Mitte sich eine Stadt ausbreitet.

Am Fuße des Danau Buyan führt dann die Straße hinauf zum Kraterring. Diese Straße trägt auch den Spitznamen Affenstraße, denn auf dem rechten Fahrbahnstreifen sitzt und liegt eine Schaar Affen die auf Essen von Rastmachenden warten. Hier entstehen lustige Fotos als die Affen versuchen uns und den Roller nach essen zu durchsuchen.
Als wir ein der Straße weiter folgen, die an dem Krater kurz entlang geht, geht es auch schon wieder bergab. Mit jedem Meter den wir bergab fahren, merken wir auch wieder eine Zunahme der Temperatur.

Jetzt kommen wir auch zu einem unserer Hauptziele, die Git Git Wasserfälle. Dieser Wasserfall der über mehrere Ebenen fällt, ist bis zu 35 Meter hoch. Wir parken am Parkplatz der gleich neben der Straße ist und bezahlen diesen auch gleich. Als wir bezahlen kommen auch schon ein paar Einheimische und wollen sich als Führer anbieten. Wir lehnen ab, denn wir brauchen nur den ausgebauten Pfad folgen um an den Wasserfall zu gelangen. Man muss klar sagen, der Wasserfall lohnt sich! Durch den hohen Wasserstand ist es auch Möglich sich mit Hilfe eines Seiles in das kühle Nass zu stürzen.
Nach diesem faszinierendem Erleben müssen wir uns auch schon wieder aufmachen. Denn wir wollten einen anderen Weg nach Hause nehmen. Doch vorher wollen wir in Singaraja noch zu Mittag essen und uns den schwarzen Strand anschauen.
Also fahren wir weiter.
Kurve für Kurve geht es immer wärmer werdend nach Singaraja. Die zweitgrößte Stadt Balis ist trotz Ihres Ausmaßes nicht mit Denpasar vergleichbar. Der Tourismus ist hier kaum vorhanden. Die Menschen Leben hauptsächlich von der Landwirtschaft und das weiterverarbeiten dieser Produkte. Lastwagen voll mit Früchten und Reis verlassen Singaraja in Richtung Süden. Für uns als Studenten ist diese Reise mehr als nur Landschaft, wir sind fasziniert von der doch großen Vielfalt und den Unterscheidungen auf dieser Insel.
Die Preise für Essen und Trinken sind hier deutlich niedriger. Nach dem Mittagessen entscheiden wir uns noch für ein Nickerchen am Strand. Neben der Vegetation bemerken wir das fehlen der großen Wellen. Dafür sticht uns der schwarze Sand entgegen. Durch den hohen Anteil an Grafit bekommt der Sand hier seine dunkle Färbung. Bei kleinen Wellen die, so scheint es, nur durch den Wind erzeugt werden, erleben wir Stille und Ruhe.

Jetzt merken wir erst wie spät es mittlerweile geworden ist. Wir packen unsere Sachen und überlegen uns welchen Weg wir nun für unsere Rückreise wählen sollen. Ursprünglich hatten wir geplant eine andere Route zur Rückfahrt zu wählen. Wir entscheiden uns aufgrund der schon späten Uhrzeit (es ist bereits 16Uhr) für die gleiche Strecke als Heimweg. Denn wir haben erfahren, dass die andere Strecke, welche wir nehmen wollten, viele weitere Highlights hat. Diese wollen wir am Tag und mit viel Zeit entdecken. Heute haben wir genug gesehen und erlebt. So machen wir uns auf den Weg und begegnen auf der Rückfahrt allen Orten auf neuer Art.
Wo vorher kaum Menschen waren, strömen diese nun zusammen um zu essen und sich zu treffen.
Im Abendlicht fahren wir den Berg hinunter und können fasziniert sehen wie die Abendsonne langsam hinter den Reisterrassen abschied nimmt. Der Sonnenaufgang ist in Bali fast immer gleich. Um 6Uhr in der Früh kann man die ersten Sonnenstrahlen erblicken, um dann um 18Uhr am Strand den traumhaften Sonnenuntergang zu erleben. Wir sitzen auf unseren Rollern während wir von den Bergen auf das Meer blicken und beobachten wie die Sonne darin versinkt. Als wir wieder auf die Sunset Road zurückkehren, meldet sich auch wieder unser Hunger. In Kuta entscheiden wir uns für ein traditionelles Essen in einem Warung, bevor wir nach hause fahren.
Völlig überwältigt und erschöpft sitzen wir noch auf unserer Terrasse und lassen den Tag Revue passieren.

Diese Tour, entlang an Reisfeldern über Reisterrassen hin zu Wasserfällen und einem schwarzen Strand, bietet nur einen Vorgeschmack auf die Besonderheiten von Bali. Wir haben bei entdeckt, dass wir noch viel mehr entdecken können. Unsere Empfehlung, der wir selbst gefolgt sind, jede Abzweigung nutzen um abseits der Hauptstraßen Bali und seine Menschen besser kennenzulernen!

Ich hoffe, ihr nutzt jede Gelegenheit die Euch das Auslandssemester auf Bali bietet.
Viele Grüße,
Hannes

 

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Auslandssemester auf Bali in Kooperation mit der Udayana University!